Sandbox Gaming – Changes can be best made – once the results are already experienced 

Sandbox Gaming – Changes can be best made – once the results are already experienced 

"Ich stehe an der Frauenkirche und sehe Laufbänder, die auf Fußwegen installiert wurden, um sich schneller fortzubewegen. Am Bahnhof angekommen sehe ich autonome Züge, auf denen Solarzellen angebracht sind, die die Energiezufuhr sichern. Vor Ort kann ich mir eine Transportdrohne mieten, die mich bis zu 150 km transportiert. Die Untergrundtunnel werden weiterhin für den Zugverkehr genutzt und des Weiteren für den Versand von Paketen und Briefen, die innerlands in wenigen Stunden ankommen, da das Untergrundsystem mit Magnetschwebebahnen ausgerüstet wurde. Vom Bahnhof kann ich einen autonom fahrenden Bus bestellen, der in wenigen Minuten ankommt."

So soll die Mobilität in München im Jahr 2030 aussehen, wenn es nach Gede Schuler und Julian Petuchow aus dem Gewinnerteam “SuchtApfex_” geht. Das ist ihre Vision der Zukunft der Mobilität. 

Future of Mobility - Sandbox Gaming zur IAA Mobility 2021

Zur IAA Mobility 2021 haben die Messe München GmbH, PricewaterhouseCoopers GmbH (PwC) und Force of Disruption GmbH die Möglichkeit aufgesetzt, mit Sandbox Gaming und der tatkräftigen Unterstützung der Sandbox Gamer Veränderung in der Mobilitätswende zu denken und in den Spielen umzusetzen. zu bewirken. Im Vorfeld zu IAA Mobility wurde das Projekt „Future of Mobility - Sandbox Gaming“ ins Leben gerufen. Das Thema des Wettbewerbs: Die Zukunft der Mobilität in der Stadt München. Die Idee: Menschen jeder Altersgruppe können ihre Vision der Zukunft, ihre Vorstellung der Mobilität der Zukunft selbst konzipieren, entwickeln und dann auch In-Game bauen. Die Besonders sollte die junge, gaming-affine Generation kann so spielerisch für Mobilität, Nachhaltigkeit und Politik sensibilisiert werden, um den Austausch mit in der Gesellschaft zu gehen über diese Themen zu verstärken. Auf dieser Plattform gibt es kein richtig oder falsch - Jede Idee und jedes Konzept hat eine Chance gesehen und erlebt zu werden.

 

Was ist Sandbox Gaming überhaupt?

Das Besondere an diesen virtuellen Sandbox Gaming Welten, die auch Metaverse genannt werden, ist, dass Menschen die Möglichkeit haben, immersiv neue Welten und Ideen zu erleben. Der User kann sich in den Sandbox Games bewegen, etwas ausprobieren und so “echte” Erfahrungen in einer anderen Welt machen - So können Stadtentwicklungskonzepte, Transportsysteme, Utopien des Zusammenlebens oder auch Konzerte ganz neu, aber wirklich, echt und nahbar gemacht werden, in dem der User in die Rolle des Avatar (Stellvertreter in einer andere Welt) schlüpft. 

Sandbox Gaming – was ist das überhaupt? Sandbox Gaming  ist ein Genre im Computerspiel-Bereich, in dem man seiner Kreativität freien Lauf lassen kann. Der Spieler hat die Möglichkeit nicht nur in vorgefertigten Räumen Abenteuer oder Challenges zu erleben, sondern er kann selbst Transportstrukturen, riesige Bauten, ganze Städte oder einfach nur das Haus seiner Träume zu bauen. Der entscheidende Vorteil von Sandbox Games im Vergleich zu reinen Modellierungssoftwares ist die gamifizierte Natur und die damit verbundene Zugänglichkeit für alle Generationen. Spieletitel wie Minecraft, Roblox oder Transport Fever sind nur ein paar der vielen Titel, die zu dem Genre Sandbox Gaming zählen.

Eines der ersten Sandbox Games ist “Garry’s Mod”. Es verkaufte sich über zehn Millionen mal, ist aber jedoch nicht das erfolgreichste. Minecraft hingegen zählt über 238 Millionen verkaufte Exemplare und hat über 140 Millionen aktive monatliche Spieler.

 

Das Projekt "Future of Mobility" - Die Gewinner 

Im Projekt Future of Mobility - Sandbox Gaming entstanden eine eigene Website, ein YouTube-Kanal, ein Discord-Server, eine Facebook Seite sowie die üblichen Social Media Kanäle als Hafen für zukünftige Kommunikation mit Interessierten und Gamern. Die Website sandboxgaming.de erreichte tausende Impressionen und über 300 unique Benutzer. Der Youtube-Kanal ist der Contentpool mit unterschiedlichen Formaten zu Sandbox Gaming wie Tutorials, Streams und FAQ-Videos. Der Sandbox Gaming Discord Server fungiert als Kommunikationsplattform für die Projektleitung mit den Teams sowie den Teams untereinander und zählt über 30 Mitglieder. Final haben sich über 25 Spieler für das Projekt angemeldet, zehn Teams haben teilgenommen.

Diese Teams haben Stunden damit verbracht, ihre Konzepte zu erstellen und im Spiel zu umzusetzen. Die besten drei Konzepte wurden von einer qualifizierten Jury ausgewählt und zur Preisverleihung in der Sustainability Lounge auf der IAA Mobility Messe eingeladen. Die Preisverleihung wurde von Tobias Gröber (Executive Director Business Unit Consumer Goods – Messe München) und Ingo König (Director/Management Consulting – PwC) moderiert. Die Fachjury im Thema Mobilität der Zukunft, die die Konzepte ausgewertet und die Gewinner auserkoren hat, war sehr prominent besetzt. Von Seiten der Stadt München waren Thomas Bönig (IT-Referent), Dr. Martin Klamt (Stadtentwicklungsplanung), Kurt Kapp (Leiter der Wirtschaftsförderung) mit an Bord. Aus der Industrie wurden die Zukunftskonzepte von Monika Dernai (BMW) und Peter Hurnaus (Microsoft) bewertet. „Spitze, wenn man so eine Jugend hat, braucht man sich keine Sorgen um die Zukunft machen” heißt es von Kurt Kapp bei der Ehrung des 1. Platzes “SuchtApfex_”. Die Teams wurden in hohen Tönen gelobt. 

Neben der Preisverleihung waren vier Gaming Rechner auf der Sustainability Lounge in der Halle B3 auf dem Messegelände München installiert. Jeder Besucher der IAA Mobility 2021 hatte die Möglichkeit, die Sandbox Gaming Spiele zu spielen und so in die Konzepte der drei Gewinnerteams eintauchen und immersiv erleben, wie die Mobilität von morgen aussieht. Die Projektleitung war stets vor Ort, um die Spieler und Neulinge zu begleiten und diesen das Projekt näherzubringen.

Die Teilhabe der Bürger im CitizenLAB am Marienplatz

 

Dieses Jahr fand die IAA Mobility 2021 nicht nur auf dem Messegelände statt, sondern hatte auch den Open Space am Marienplatz, auf dem Sandbox Gaming auch ein Thema war. Marcus Meyer (Geschäftsführer Force of Disruption) stellte das Projekt auf der Bühne vor. In der Zukunftswerkstatt des Citizen Lab wurde am Samstag ein Workshop zum Thema Sandbox Gaming Future of Mobility durchgeführt. Interessenten konnten dort die Spiele testen, die Konzepte anschauen, sowie ihre Fragen rund um das Projekt stellen. Über 120 Besucher waren von den Konzepten begeistert waren und haben sich im Dialog mit den Welten der Gamer auseinandergesetzt. Viele Kinder und Jugendliche waren zu Besuch, die sich inspirieren ließen, um in Zukunft am Projekt teilnehmen zu können. 

 

 

Für die Zukunft ist geplant, das Projekt Sandbox Gaming weiterzuführen und weltweit immer Menschen zu begeistern. Besonders vor dem Hintergrund, dass Gaming gekommen ist um zu bleiben, kann Sandbox Gaming ein Schlüssel für die Beteiligung aller Gesellschaftsgruppen sein und die Partizipation ist eines der Hauptthemen in der der Demokratie und Innovation. 

 

Ein spannender Artikel, warum Gaming der Schlüssel zu einer besseren Welt ist: Die digitalen Zwillinge

 

"Die Welt von morgen muss heute schon erlebbar werden, um schlechte oder unangenehme Entwicklungen zu verhindern. Mit diesen virtuellen Metaversen zu lernen, was gut und richtig ist, ist einfach und inklusiv"

 

Alle Infos zum Projekt: Sandbox Gaming - Future of Mobility

Alle Partner: 

IAA Mobility 2021

Force of Disruption GmbH

PricewaterhouseCoopers GmbH

Wie können Gamer die Welt zu einem besseren Ort machen?

Wie können Gamer die Welt zu einem besseren Ort machen?

von Fabian Delago 

Unzählige Probleme – unzählige Chancen

Wir leben in einer Welt, in der wir uns mit Problemen wie Klimaerwärmung, Armut, Überbevölkerung oder Naturkatastrophen beschäftigen müssen. Maßnahmen wie die Abschaltung von Atomenergie-Reaktoren werden durchgeführt, um beispielsweise der Umwelt weniger Schaden zuzufügen, Elektroautos werden hergestellt um der Abgasemission entgegen zu wirken, Verpackungen von Produkten sind aus nachhaltigen Stoffen gemacht etc.

Was kann getan werden, um die Städte lebenswerter zu machen?

Städte sind oftmals Ballungszentren für derartige Probleme, da dort viele Menschen leben und oft selbst Auslöser für diese Probleme sind. Um die Lebensqualität in Städten zu verbessern und allgemein die Umwelt zu schonen, werden Aktionen umgesetzt, wie z.B. der Ausbau von Fahrradstraßen. Die Einwohner werden ermutigt sich öfter mit dem Fahrrad als mit dem Auto fortzubewegen, um den Abgaswert senkt.

Der Digitale Zwilling

Eine Antwort darauf sind “Digitale Zwillinge”. Es sich um eine maßgetreue virtuelle Abbildung einer Stadt mit ihrem eigenem Ökosystem. Es werden Gebäude, Lebewesen, Wetter und weitere notwendige Aspekte einer Stadt in Echtzeit simuliert. So können mögliche Maßnahmen in einer originalgetreuen Umwelt ressourcenschonend simuliert werden, ohne sie in der realen Welt testen zu müssen. Das spart Zeit, Geld und schützt außerdem vor den negativen Auswirkungen, falls eine Maßnahme nicht funktionieren sollte. Des Weiteren können Prognosen und Analysen erstellt werden, um beispielsweise eine Katastrophe vorherzusagen und dieser vorzubeugen.

Die Stadt Helsinki ist mittlerweile schon so weit, dass sie ihre Stadt nahezu vollkommen digitalisiert hat. Dabei handelt es sich um mehr als nur eine originalgetreue Abbildung: Ziel ist es eine dynamische und lebendige Umgebung zu simulieren in der das Verhalten von Luft, Wasser, Licht, Verschmutzung und Lebewesen abgebildet ist. Der digitale Zwilling ist z.B. in der Lage Wind und dessen Auswirkung zu simulieren.

 

Auch Ingolstadt ist mit dem Projekt “SAVeNoW” schon mit der Erstellung eines digitalen Abbilds der Stadt beschäftigt. Bei diesem Projekt steht das autonome Fahren im Mittelpunkt und es wurden Verkehrssituationen, Ampeln und dergleichen simuliert, um das Verhalten von autonomen Fahrzeugen simulieren zu können. Außerdem soll durch den Digitalen Zwilling auch die allgemeine Verkehrssicherheit und -effizienz verbessert werden.

Wo ist der Connect zum Thema Gaming?

Das Wertversprechen und die Gefahren virtueller Welten 

Videospiele werden oft mit gemischten Gefühlen betrachtet: für den Einen sind sie die Flucht in eine alternative Welt um Problemen des realen Lebens zu entfliehen oder sich nach einem Arbeitstag einfach zu entspannen, für den Anderen die Gefahr sich in diesen virtuellen Welten zu verlieren und so den Bezug zur realen Welt und zum sozialen Umfeld zu verlieren. 

In Japan gibt es sogar einen Begriff für sozial distanzierte Menschen: Hikikomori. Diese Personen leben zwar nicht zwangsweise nur in Videospiel-Welten, haben sich aber nahezu vollkommen in ihr Heim zurückgezogen und beschränken den Kontakt zur Gesellschaft auf ein Minimum.

Lernen in virtuellen Welten 

Gaming hat sehr viele positive Aspekte im gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Kontext zu bieten. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass durch das Spielen von Games Reaktionsfähigkeit, Koordinationsfähigkeit, Kopplungsfähigkeit, Kreativität und andere Eigenschaften verbessert werden. 

Kognitives Lernen hat zum Beispiel den Sim-Racer Enzo Bonito dazu befähigt, den echten Rennfahrer Lucas Di Grassi auf einer echten Rennstrecke in einem Rennen auf Zeit zu schlagen.

Minecraft als Lehrmittel

 

Mittlerweile wird auch vermehrt das Spiel “Minecraft” von Schulen als Lehrmittel genutzt. Es wurde sogar eine Organisation namens “MinecraftEdu” (https://education.minecraft.net/) gegründet um Lehrkräfte zu unterstützen. Das Spiel kann z.B. dazu genutzt werden, um Matheverständnisse spielerisch aufzubauen. Der Nachhilfelehrer Oliver Planner z.B. nutzt Minecraft um Flächenberechnung zu lehren.

Kann Gaming die Welt zu einem besseren Ort machen?

Aus Sicht der Gaming-Industrie ist der kommerzielle Umweltgedanke jedenfalls von Vorteil. Durch umweltbewusstes Handeln steigt der Ruf der Branche z.B. bei Eltern und dadurch auch der Absatz. Wenn Kinder/Jugendliche umweltfreundliche Gaming-Produkte konsumieren, dann führt das bei ihnen zu einem erhöhten Umweltbewusstsein. Die neue Spielekonsole Xbox Series S von Microsoft beispielsweise besitzt kein CD-Laufwerk mehr, was zu weniger verkauften CDs führt und das wiederum schützt die Umwelt vor noch mehr Plastikmüll. Auch Schnittstellen zwischen der Gaming-Industrie und anderen Branchen wie z.B. der Automobilindustrie kann für beide Parteien von Vorteil sein. Rennspiel-Entwickler können von der Erfahrung der Autoindustrie profitieren und umgekehrt. Daraus entstehen möglicherweise Ideen und Ansätze die sich in die reale Welt integrieren lassen.

Doch nicht nur die Gaming-Branche kann ihren Teil zu einer besseren Welt beitragen, auch die Gamer an sich können etwas bewirken. 

In Videospielen erlerntes Wissen kann auf die echte Welt übertragen werden.

Knowledge is the only real Superheropower!

In Spielen wie Roblox, SIMS, Animal Crossing, Age of Empires oder Minecraft befassen sich tagtäglich millionen Menschen mit dem Aufbau und der Verwaltung virtueller Welten unter klaren Bedingungen und sind in ihren Planspielen und Simulationen erfolgreich oder halt nicht – aber eine Fähigkeit erlernen alle Spieler: Resilienz und alle erfahren, dass es besser ist besser etwas zu tun und damit zu erfahren als es zu lassen, wie es ist.

Welche Ideen entstehen bei Gamern durch die Erfahrung mit solchen Spielen und wie können diese auf die Digitalen Zwillinge echter Städte übertragen werden? 

Wir versuchen mit der Force of Disruption den Dialog zwischen staatlichen Stellen, der Wirtschaft und der Gamesbranche in echten Kampagnen und Events zu stärken. 

Denn erfahrene Gamer, wie z.B. eSportler, sind mit dem Umfeld virtueller Welten vertraut und haben sehr oft auch einen hohen Anspruch auf Realismus in Games. Zusammen mit ihrer Erfahrung aus virtuellen Welten und der Motivation, Perfektion zu erreichen bilden sie eine solide Grundlage um echte Veränderung zu bewirken. Auch die jüngere Generation kann mit ihrer unvoreingenommenen Kreativität neue Perspektiven eröffnen. Ein Auto beispielsweise ist aus Sicht eines Kindes nicht so bedeutend für die eigene Fortbewegung wie für einen berufstätigen Erwachsenen. Oftmals hilft eine komplett neue Sicht auf die Dinge, um neue Ideen oder Problemlösungen zu entwickeln.

PWC und Force of Disruption wollen in Kooperation zur IAA unter Verwendung von Roblox das Projekt „Future of Mobility“ ins Leben rufen. Es können Schüler, Studenten und Unternehmen teilnehmen.

Ziel des Projekts: Ideen für die Zukunft der Mobilität im Digitalen Zwilling umzusetzen und damit erlebbar zu machen.

Jedes teilnehmende Team kann in Roblox seine eigene Welt erstellen und die Ideen gamifiziert erfahrbar machen. Die besten Ideen werden dann auf der IAA 2021 vorgestellt und möglicherweise sogar in der echten Welt realisiert.

Wer würde nicht gerne in 5 Jahren ein neues Mobilitätskonzept erleben und sagen: “Hi, Das war meine Idee!“

Fazit:

Die Gaming-Welt ist ein Quell großen Potentials, welches bisher noch kaum abgeschöpft wird. Wenn die Gesellschaft realisiert welche Möglichkeiten es dort gibt und welcher Nutzen aus Gaming gezogen werden kann, dann könnten wir bald in einer völlig anderen Welt leben.